Fingernudeln mit Apfelmus

Fingernudeln für Kinder – einfach in der Pfanne gebraten

Selbst gemachte Fingernudeln sind ein unkompliziertes Familienessen, bei dem Kinder besonders gut mithelfen können. Der weiche Kartoffelteig wird mit den Händen zu kleinen, länglichen Nudeln geformt. Anschließend kommen die Fingernudeln direkt in die Pfanne und werden langsam goldbraun gebraten – ein zusätzliches Kochen im Wasser ist nicht nötig.

Mit Apfelmus und etwas Zimt-Zucker schmecken die gebratenen Fingernudeln besonders kinderfreundlich. Durch das langsame Braten werden sie außen leicht knusprig und garen innen vollständig durch. Wichtig ist, die Fingernudeln nicht zu dick zu formen und die Hitze zunächst niedrig zu halten.

Zutaten (für 4 Personen)

Für die Fingernudeln

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 200–250 g Weizenmehl Type 405
  • 2 Eigelb
  • ½ TL Salz
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
  • etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • 3–4 EL Butter oder neutrales Pflanzenöl zum Braten

Zum Servieren

  • etwa 400 g Apfelmus
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Zimt

Zubereitung

  1. Kartoffeln waschen: Wasche die Kartoffeln gründlich unter fließendem Wasser und entferne anhaftende Erde mit einer Gemüsebürste. Sortiere sehr große und sehr kleine Kartoffeln nach Möglichkeit aus, damit alle ungefähr gleichzeitig gar werden.
    So können Kinder helfen: Kinder können die Kartoffeln waschen, abbürsten und anschließend nach ihrer Größe sortieren.
  2. Kartoffeln kochen: Gib die ungeschälten Kartoffeln in einen großen Topf und bedecke sie mit Wasser. Koche sie je nach Größe etwa 20 bis 25 Minuten, bis sie weich sind. Ein Erwachsener prüft mit einem kleinen Messer, ob sich die Kartoffeln leicht einstechen lassen, und gießt danach das heiße Wasser ab.
    So können Kinder helfen: Kinder können einen Küchentimer stellen und beobachten, wann das Wasser zu kochen beginnt. Am heißen Herd übernimmt ein Erwachsener.
  3. Kartoffeln pellen: Lasse die Kartoffeln kurz abkühlen. Pelle sie, solange sie noch warm sind, und entferne dabei dunkle oder beschädigte Stellen. Vollständig erkalten sollten die Kartoffeln nicht, da sie sich warm leichter verarbeiten lassen.
    So können Kinder helfen: Größere Kinder können bereits etwas abgekühlte Kartoffeln vorsichtig pellen. Kleinere Kinder sammeln die Schalen in einer Schüssel.
  4. Kartoffeln pressen: Drücke die warmen Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse. Verteile die Kartoffelmasse locker auf einem Brett oder einem großen Teller und lasse sie etwa 10 Minuten ausdampfen. Je trockener die Kartoffelmasse ist, desto weniger Mehl benötigst du später.
    So können Kinder helfen: Kinder können die gepressten Kartoffeln mit einer Gabel locker verteilen. Die Kartoffelpresse sollte je nach Modell ein Erwachsener bedienen.
  5. Kartoffelteig herstellen: Gib zunächst 200 g Mehl, die Eigelbe, Salz und etwas Muskatnuss zur Kartoffelmasse. Verknete alles kurz zu einem weichen, glatten Teig. Klebt der Teig noch stark an den Händen, gibst du esslöffelweise etwas mehr Mehl hinzu. Knete ihn nur so lange, bis sich die Zutaten verbunden haben.
    So können Kinder helfen: Kinder können Mehl und Gewürze abmessen und den Kartoffelteig mit sauberen Händen vorsichtig vermengen.
  6. Teig portionieren: Bestäube die Arbeitsfläche mit Mehl. Teile den Kartoffelteig in mehrere Portionen und forme daraus etwa zwei Zentimeter dicke Rollen. Schneide die Rollen mit einer Teigkarte oder einem Messer in kleine Stücke. Der Teig ist klebrig. Um besser damit arbeiten zu können, kannst du ihn großzügig in Mehl wälzen. Du solltest jedoch nicht mehr Mehl unterrühren, da die Fingernudeln sonst später ihre lockere Konsistenz verlieren.
    So können Kinder helfen: Kinder können die Teigrollen mit beiden Händen formen. Zum Portionieren eignet sich für jüngere Kinder eine Teigkarte oder ein stumpfes Kindermesser.
  7. Fingernudeln formen: Rolle jedes Teigstück zwischen den Handflächen oder auf der Arbeitsfläche zu einer länglichen Fingernudel. Die Mitte darf etwas dicker bleiben, die Enden können leicht spitz zulaufen. Forme die Fingernudeln höchstens fingerdick, damit sie in der Pfanne vollständig durchgaren.
    So können Kinder helfen: Das Rollen und Formen können Kinder fast vollständig übernehmen. Die Fingernudeln müssen nicht alle gleich aussehen – kleine Unterschiede gehören beim gemeinsamen Kochen dazu.
  8. Erste Portion anbraten: Erhitze etwa einen Esslöffel Butter oder Öl in einer großen beschichteten Pfanne bei niedriger bis mittlerer Temperatur. Lege eine Portion Fingernudeln mit etwas Abstand hinein. Die Pfanne darf nicht zu voll sein.
    So können Kinder helfen: Kinder können die geformten Fingernudeln auf einem Brett abzählen und für jede Pfannenportion bereitlegen. Das Einlegen in die heiße Pfanne übernimmt ein Erwachsener.
  9. Fingernudeln langsam garen: Brate die Fingernudeln zunächst etwa 5 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze. Wende sie vorsichtig und decke die Pfanne anschließend mit einem Deckel ab. Lasse sie weitere 6 bis 8 Minuten garen und wende sie zwischendurch mehrmals. So werden sie innen gar, ohne außen zu dunkel zu werden.
    So können Kinder helfen: Kinder können einen Timer stellen und beobachten, wie sich die Oberfläche der Fingernudeln verändert. Wegen der heißen Pfanne und des heißen Deckels übernimmt ein Erwachsener das Wenden.
  10. Goldbraun fertig braten: Nimm den Deckel ab und erhöhe die Temperatur leicht. Brate die Fingernudeln noch etwa 2 bis 3 Minuten, bis sie rundherum goldbraun sind. Öffne eine besonders dicke Fingernudel zur Probe: Der Teig sollte innen trocken, locker und vollständig durchgegart sein. Brate die restlichen Fingernudeln auf dieselbe Weise und gib bei Bedarf etwas Butter oder Öl in die Pfanne.
    So können Kinder helfen: Kinder können die fertigen Fingernudeln nach hell- und goldbraunen Exemplaren sortieren. Das Aufschneiden der Probenudel übernimmt ein Erwachsener.
  11. Zimt-Zucker mischen: Vermische den Zucker mit dem Zimt in einer kleinen Schale. Du kannst die Mischung direkt über die warmen Fingernudeln streuen oder separat auf den Tisch stellen.
    So können Kinder helfen: Zimt und Zucker abzuwiegen und zu verrühren ist eine einfache Aufgabe für kleine Küchenhelfer.
  12. Fingernudeln servieren: Verteile die frisch gebratenen Fingernudeln auf den Tellern und serviere sie mit Apfelmus und etwas Zimt-Zucker. Am besten schmecken sie direkt aus der Pfanne, solange sie außen noch leicht knusprig sind.
    So können Kinder helfen: Kinder können das Apfelmus auf die Teller geben und die Fingernudeln nach Geschmack mit Zimt-Zucker bestreuen.

Tipp: Brate die Fingernudeln lieber langsam und in mehreren Portionen. Bei zu hoher Temperatur werden sie außen schnell dunkel, während der Kartoffelteig innen noch nicht vollständig durchgegart ist.

Tipp: Falls der Teig sehr weich ist, gib nur esslöffelweise zusätzliches Mehl dazu. Zu viel Mehl macht die gebratenen Fingernudeln fest und trocken.

Guten Appetit!

Kind rollt Fingernudeln aus rohem Teig
Kind rollt Fingernudeln aus rohem Teig

Vorbereitung am Tag zuvor

Es ist sehr sinnvoll die Kartoffeln bereits am Vortag zu kochen und abkühlen zu lassen. So könnt ihr am nächsten Tag sofort loslegen, ohne euch die Finger zu verbrennen. Der Kartoffelteig sollte jedoch zügig verarbeitet und nicht gelagert werden, da sich sonst Flüssigkeit absetzt und er sich verfärbt.

Welche Kartoffeln eignen sich für Fingernudeln?

Für Fingernudeln eignen sich mehligkochende Kartoffeln am besten. Sie enthalten viel natürliche Stärke und ergeben nach dem Kochen eine lockere, relativ trockene Kartoffelmasse. Dadurch benötigt der Teig weniger Mehl und die Fingernudeln bleiben innen weich.

Festkochende Kartoffeln enthalten meist mehr Feuchtigkeit und lassen sich schlechter zu einem lockeren Teig verarbeiten. Falls du nur vorwiegend festkochende Kartoffeln zu Hause hast, solltest du die gepresste Kartoffelmasse besonders gründlich ausdampfen lassen.

So gelingen Fingernudeln direkt aus der Pfanne

Da die Fingernudeln nicht im Wasser vorgegart werden, sollten sie eher klein und schlank geformt werden. Sehr dicke Exemplare benötigen deutlich länger, bis der Teig in der Mitte durchgegart ist.

Beginne außerdem mit niedriger bis mittlerer Hitze. Der Deckel hält die Wärme in der Pfanne und sorgt dafür, dass die Fingernudeln gleichmäßig garen. Erst am Ende wird die Temperatur erhöht, damit eine goldbraune Oberfläche entsteht.

Eine aufgeschnittene Probenudel zeigt dir zuverlässig, ob die erste Portion fertig ist. Innen darf der Teig weich und locker, aber nicht mehr klebrig oder feucht sein.

Herzhafte Variante für die ganze Familie

Du kannst die Fingernudeln auch ohne Apfelmus servieren. Brate dafür kleine Möhrenwürfel, Erbsen oder Zucchini in einer zweiten Pfanne an und vermische das Gemüse anschließend mit den fertigen Fingernudeln.

Auch eine milde Tomatensoße, Kräuterquark oder etwas geriebener Käse passen gut dazu. Lässt du Muskatnuss und Zimt-Zucker weg, kannst du dasselbe Grundrezept problemlos als herzhaftes Mittagessen zubereiten. Bei Bedarf kannst du die Fingernudeln mit ein wenig Salz nachwürzen.

Das Rezept ist besonders für den Herbst geeignet, wenn Kartoffeln geerntet werden. Hier findest du ein weiteres Herbstrezept:

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