Pizzateig mit Weißwein und Pizza

Knuspriger Pizzateig mit Vollkornmehl und Weißwein

Ein aromatischer Pizzateig mit Vollkornmehl und Weißwein sorgt für besonders viel Geschmack und eine lockere, luftige Kruste. Durch die Kombination aus Weizenvollkornmehl und Weißwein entsteht ein geschmeidiger Teig mit feinem Aroma und rustikalem Charakter. Mit etwas Zeit für Autolyse und Teigruhe gelingt eine selbstgemachte Pizza, die außen knusprig und innen wunderbar saftig wird. Für den Pizzateig sollten insgesamt etwa 3,5 bis 4 Stunden Ruhezeit eingeplant werden. Diese Zeit verteilt sich auf mehrere wichtige Phasen:

Autolyse: ca. 60 Minuten
Stockgare: ca. 90 Minuten
Stückgare nach dem Formen und Belegen: ca. 60–90 Minuten

Zutaten (für ca. 4 Personen)

Für den Autolyseteig:

  • 350 g Weizenvollkornmehl
  • 40 g Weizenmehl Type 550
  • 85 g Wasser
  • 195 g trockener Weißwein

Für den Hauptteig:

  • Autolyseteig
  • 25 g Wasser
  • 8 g Salz
  • 10 g Hefe
  • 7 g Zucker

Autolyseteig vorbereiten

Das Mehl zusammen mit dem Wasser und dem Wein in einer Schüssel gründlich verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Der Teig soll dabei nicht geknetet werden. Wichtig ist, dass zu diesem Zeitpunkt weder Hefe noch Salz oder andere Zutaten hinzugefügt werden.

Den Teig anschließend etwa 60 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Während dieser Ruhezeit entwickelt sich ganz von selbst ein elastisches Glutengerüst, das später für eine bessere Teigstruktur und ein lockeres Ergebnis sorgt.

Hauptteig zubereiten

25g Wasser etwa gleich auf zwei Schälchen aufteilen. In einem Schälchen die frische Hefe zusammen mit dem Zucker im Wasser auflösen und kurz verrühren. Im zweiten Schälchen das Salz im Wasser auflösen. So lassen sich beide Zutaten später gleichmäßig in den Teig einarbeiten.

Den fertigen Autolyseteig zusammen mit dem Hefe-Zucker-Wasser in eine Rührschüssel geben und etwa 5 Minuten langsam vermischen. Anschließend das Salzwasser hinzufügen und den Teig weitere 5 Minuten gründlich kneten, bis er geschmeidig und elastisch wird.

Nun folgt der Fenstertest: Dafür ein kleines Stück Teig vorsichtig auseinanderziehen. Wird der Teig dabei leicht lichtdurchlässig, ohne sofort zu reißen, ist er fertig ausgeknetet. Falls nicht, den Teig noch einige Minuten weiterkneten. Eine genaue Beschreibung des Fenstertests steht weiter unten im Artikel.

Stockgare

Den fertigen Teig abgedeckt etwa 90 Minuten ruhen lassen. Während dieser Zeit arbeitet die Hefe im Teig und sorgt für eine lockere, luftige Struktur. Der Teig sollte sichtbar an Volumen gewinnen.

Danach den Pizzateig nach Wunsch formen und belegen. Anschließend beginnt die sogenannte Stückgare. Die belegte Pizza nochmals etwa 60 bis 90 Minuten ruhen lassen.

Pizza backen

Den Backofen rechtzeitig auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Da der Weißwein Säure enthält, wird das Gluten im Teig zwar besonders geschmeidig, gleichzeitig arbeitet die Hefe jedoch etwas langsamer. Deshalb lohnt es sich, den Teig vor dem Backen noch einmal zu prüfen und die Gehzeit bei Bedarf etwas zu verlängern.

Die Pizza anschließend in den vorgeheizten Ofen schieben und etwa 20 Minuten backen. Je nach Backofen kann die genaue Backzeit leicht variieren.

Sobald die Pizza goldbraun gebacken ist, aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Danach am besten frisch servieren und genießen.

Der Fenstertest – so erkennen Sie den perfekten Pizzateig

Der sogenannte Fenstertest hilft dabei zu prüfen, ob der Teig ausreichend geknetet wurde und sich ein stabiles Glutengerüst gebildet hat. Dafür wird ein kleines Stück Teig vorsichtig auseinandergezogen. Lässt sich der Teig dünn und leicht durchsichtig ausziehen, ohne sofort zu reißen, ist er ideal vorbereitet.

Fenstertest mit Pizzateig
Fenstertest mit Pizzateig

Reißt der Teig dagegen sehr schnell, wurde er meist noch nicht lange genug geknetet. In diesem Fall hilft es, den Teig einfach noch einige Minuten weiterzukneten und den Test erneut zu wiederholen.

Fühlt sich der Teig dagegen sehr fest oder trocken an, hilft schon ein kleiner Schluck Wasser. Ist der Teig hingegen extrem weich oder klebrig und lässt sich kaum dehnen, wurde möglicherweise zu viel Flüssigkeit verwendet oder der Teig hatte noch nicht genug Zeit zum Ruhen. Häufig verbessert sich die Struktur, wenn ein Löffel Mehl eingearbeitet wird.

Gerade bei diesem Rezept beeinflusst auch der Weißwein den Teig. Die enthaltene Säure macht den Teig besonders geschmeidig, gleichzeitig arbeitet das Gluten jedoch etwas empfindlicher. Deshalb lohnt es sich, den Teig behutsam zu kneten und ihm ausreichend Zeit zum Reifen zu geben.

Warum Pizza ein ideales Familienessen ist

Pizza gehört zu den Gerichten, die fast alle Familienmitglieder glücklich machen. Besonders praktisch ist, dass jeder seine Pizza ganz nach dem eigenen Geschmack belegen kann. Während Kinder oft einfache Varianten mit Käse oder Salami bevorzugen, können Erwachsene zu Gemüse, würzigem Käse oder besonderen Zutaten greifen.

Auch die gemeinsame Zubereitung macht Pizza zu einem beliebten Familienessen. Kinder helfen gerne beim Kneten des Teigs, Ausrollen oder Belegen der Pizza. Dadurch wird das Kochen schnell zu einer gemeinsamen Aktivität statt nur zur Küchenarbeit.

Ein weiterer Vorteil: Pizza lässt sich gut vorbereiten und flexibel anpassen. Reste aus dem Kühlschrank können einfach als Belag verwendet werden, wodurch weniger Lebensmittel verschwendet werden. Außerdem eignet sich selbstgemachte Pizza wunderbar für gemütliche Abende mit Familie oder Freunden.

Kind knetet Pizzateig
Kind knetet Pizzateig

Ein weiteres Rezept für die ganze Familie findest du hier:

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